Lesbische Paare

Lesbische Beziehungen können zwar an ähnlichen Themen wie heterosexuelle Beziehungen „kranken“ und können ebenso leicht Schaden nehmen durch Stress, Überarbeitung, Übermüdung, Sorgen, Verpflichtungen etc.. Und auch in lesbischen Beziehungen geht es um Eifersucht, Untreue, Trennungskonflikte, Verlassensängste, sexuelle Probleme, Kommunikationsprobleme usw..

Die Unterschiede zwischen gleichgeschlechtlichen und gegengeschlechtlichen Beziehungen sind jedoch genauso zahlreich wie die Gemeinsamkeiten. Besondere Herausforderungen ergeben sich für lesbische Paare insbesondere aus der immer noch mangelnden Anerkennung der lesbischen Partnerschaft als einer berechtigten Beziehungsform und auch aus der Tatsache, dass das Paar aus zwei Frauen besteht und Frauen eine besondere Sozialisierung erfahren. Diese Faktoren beeinflussen die Paardynamik in besonderem Maße.

Merkmale lesbischer Beziehungen

In einer lesbischen Beziehung herrschen andere Strukturen als in klassischen heterosexuellen Beziehungen und lesbische Paare sind vor andere Beziehungsaufgaben gestellt als heterosexuelle Paare. Konflikte für Lesbenpaare ergeben sich häufig aus

  • einer Nähe-Distanz-Problematik (Angst vor dem Verschlungenwerden – Angst vor dem Verlassenwerden)
  • den Auswirkungen weiblicher Sozialisation (weibliche Konfliktlösungsstile, ständiges Ausbalancieren der eigenen Bedürfnisse und der Bedürfnisse der Partnerin)
  • fehlender Unterstützung und Anerkennung der Beziehung
  • Skepsis oder Ablehnung als homosexuelles Elternpaar
  • einem Kinderwunsch
  • Folgen des Coming-Outs (Stigmatisierung, Diskriminierung)
  • dem Vorhandensein von Ex-Geliebten
  • fehlenden Rollenvorbildern bzw. der Übernahme traditioneller heterosexueller Beziehungsvorstellungen
  • unterschiedlichen Phasen in der lesbischen Identität jeder Partnerin
  • unterschiedlichen Bedürfnissen bezüglich der Geheimhaltung/Offenlegung der Partnerschaft
  • der Ablehnung durch die Herkunftsfamilie
  • Hypo- oder Hypersexualität

Ziele der beraterischen Tätigkeit

  • Unterstützung bei der Schaffung eines Gleichgewichtes von Intimität und Autonomie
  • mehr Freiraum schaffen (Selbstbehauptungstraining, Schaffen eines Rollenmodells, Ermittlung persönlicher Raumbedürfnisse)
  • äußere Ursachen für Spannungen identifizieren und reduzieren
  • einen individuellen Lebensentwurf für das Paar helfen auszugestalten
  • Unterstützung im Coming-out-Prozess
  • Stärkung der Selbstakzeptanz und des Selbstbewusstseins der Partnerin und des Paares
  • Förderung der Stärken des Paares

Tandemberatung

Für lesbische Paare besteht die Möglichkeit einer 2+2 Beratung gemeinsam mit meiner Kollegin Angelika Clausner, Dipl.-Psychologin und Astrologin. Eine Beratung zu viert hat viele Vorteile:

  • zwei Augenpaare sehen mehr als ein Augenpaar
  • unterschiedliche Beraterinnen nehmen auch Unterschiedliches wahr
  • zusätzliche Sichtweisen und Interventionsmöglichkeiten aufgrund eigener Lebens- und Berufserfahrung bereichern die Beratung
  • jede Partnerin hat „ihre Anwältin“
  • ein Beraterpaar kann zugleich ein gelebtes Rollenvorbild sein

 

In der Beratung können Sie sich der Akzeptanz und Wertschätzung Ihrer Lebensweise sicher sein!